Häufige Fragen & Tipps

Damit Sie lange Freude an Ihrem Reisemobil oder Wohnwagen haben, haben wir die wichtigsten Fragen rund um Pflege, Standzeiten und Winterfestmachung für Sie zusammengestellt. 

Winterfest machen: Wasser entleeren

Frost ist einer der häufigsten Gründe für teure Schäden an Wassertanks, Boiler und Leitungen. Wer sein Fahrzeug über den Winter stilllegt, sollte unbedingt folgende Schritte beachten:

  • Frischwassertank vollständig entleeren – über den Ablasshahn, nicht über die Pumpe.
  • Boiler entleeren – über das Sicherheits-/Entleerungsventil (meist am Boiler selbst, im Wohnwagen oft ein Drehrad, bei Truma Boilern ein gelber Kipphebel und bei Truma Combi Heizungen das Frost-Control -siehe unten)
  • Abwassertank (Grauwasser) leeren und Ablasshahn offen lassen.
  • Alle Wasserhähne in Mittelstellung (kalt/warm) öffnen, damit Restwasser aus den Leitungen ablaufen kann.
  • Optional: Frostschutzmittel für Sanitäranlagen in Siphons einbringen, wenn eine vollständige Entleerung nicht sichergestellt werden kann.

Tipp: Frost Control

Bei Frostgefahr öffnet das Ventil automatisch und der Knopf 3 springt heraus. 

Um das Ventil wieder zu schließen, drehen Sie den Riegel 1 quer zum Gehäuse (wie im Bild dargestellt) und drücken den Knopf 2 hinein. Bleibt der Knopf nicht drin, ist es noch zu kalt.

Batteriepflege bei längeren Standzeiten

Eine der häufigsten Ursachen für Werkstattbesuche im Frühjahr: Die Starter- oder Aufbaubatterie ist leer oder defekt, weil das Fahrzeug über Wochen oder Monate ungenutzt stand. Grund ist der Ruhestromverbrauch der Fahrzeugelektronik, der auch im Stand Strom zieht.
Grundsätzlich gilt: Steht das Fahrzeug länger als 4–6 Wochen, sollten die Batterien regelmäßig geladen oder vom Bordnetz getrennt werden.

  • Schaudt Elektroblock: Trennschalter am Elektroblock trennt nur die Aufbaubatterie, nicht die Starterbatterie.
  • Sicherung an der Aufbaubatterie: Bei vielen Fahrzeugen gut zugänglich verbaut und einfach herauszuziehen – oft die schnellste Möglichkeit, die Aufbaubatterie vom Bordnetz zu trennen.
  • Fiat (Ducato-Basis): Minuspol der Starterbatterie abklemmen. Danach ggf. Uhrzeit/Radiocode neu einstellen.
  • Ford (Transit-Basis): Statt Abklemmen lieber alle 4–6 Wochen mit einem Erhaltungsladegerät nachladen.
  • Ein Batterie-Erhaltungsladegerät (CTEK o. ä.) ist mit Stromanschluss die komfortabelste Lösung für beide Batterien.
  • Ohne Stromanschluss übernimmt eine Solaranlage diese Aufgabe – viele Laderegler versorgen dabei auch die Starterbatterie mit einer Erhaltungsladung - vorausgesetzt das Fahrzeug steht nicht unter Dach.
  • Bei Unsicherheit: ein Blick in die Bedienungsanleitung Ihres Fahrzeugs bzw. Elektroblocks gibt Klarheit über Lage und Bedienung.




Fahrzeug richtig einlagern

Neben Wasser und Batterie gibt es noch weitere Punkte, die bei der Einlagerung über den Winter oder bei längerer Standzeit wichtig sind:

  • Reifen: Luftdruck vor dem Einlagern erhöhen (auf max. zulässigen Wert), damit sich keine Standplatten bilden. Wenn möglich auf Unterlegkeile/Auffahrrampen stellen, um die Reifen zu entlasten.
  • Handbremse lösen statt angezogen abstellen (Gefahr des Festkorrodierens der Bremsbeläge) – stattdessen mit Unterlegkeilen sichern.
  • Kraftstofftank: Bei Diesel möglichst voll halten, um Kondenswasserbildung im Tank zu vermeiden.
  • Gasflaschen: Hauptventil an der Gasflasche schließen.
  • Standort: Nach Möglichkeit überdacht, trocken und mit guter Luftzirkulation lagern.
  • Fahrzeugpapiere/Versicherung: Bei längerer Stilllegung ggf. Saisonkennzeichen oder Abmeldung prüfen.


Feuchtigkeit im Innenraum während der Standzeit vermeiden

Gerade wenn das Fahrzeug länger steht, staut sich Feuchtigkeit im Innenraum – ein häufiger Grund für Schimmel und modrigen Geruch im Frühjahr:

  • Dachhauben und Fenster einen Spalt geöffnet lassen, sofern der Stellplatz das zulässt, damit Luft zirkulieren kann.
  • Kühlschranktür ankippen, wenn er nicht in Betrieb ist – verhindert Geruchsbildung.
  • Kissen, Matratzen und Polster hochkant stellen, damit die Auflageflächen nicht durchfeuchten.
  • Feuchtigkeitsabsorber oder Entfeuchter in der Standzeit einsetzen.
  • Dichtungen an Fenstern, Türen und Dachluken vor dem Einlagern prüfen






HINWEIS: Alle Angaben auf dieser Seite wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Informationen übernehmen wir keine Gewähr. Modellspezifische Details können abweichen – im Zweifel gilt immer die Bedienungsanleitung des Herstellers. Für Schäden, die aus der Anwendung dieser Tipps entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

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